Bielefeld trist und grau? Eine langweilige Provinz? Nicht existent? Alles Quatsch! Vielmehr ist diese ostwestfälische Metropole, diese 330.000-Einwohner-Stadt am Teutoburger Wald kunterbunt, liebevoll und daher auch alles andere als langweilig oder unattraktiv. So fällt trotz hartnäckigen Verschwörungstheorien und meist unverständlichem Kopfschütteln, warum man denn ausgerechnet hier wohnen geblieben sei, weiterhin stets derselbe stolze Satz: „Ich komme aus Bielefeld“.

Aber eins nach dem anderem. Es stimmt, Bielefeld hatte es mit seinem Image nie ganz einfach und hat doch mehr zu bieten, als so manch einer denkt. Daher lassen Sie uns Ihnen diese wundervoll abwechslungsreiche Stadt doch noch einmal vorstellen – ganz neu, ganz von vorn und von oben nach unten.

Denn oben auf dem 180 Meter hohen Sparrenberg, da thront das Wahrzeichen der Stadt: die Sparrenburg. Mit ihrem 37 Meter hohen Burgturm garantiert sie jedem Besucher einen atemberaubenden Blick über die ganze Stadt sowie das angrenzende Umland. Erst von hier oben wird einem bewusst, wie riesig der Teutoburger Wald doch eigentlich ist. Denn Bielefeld ist eingebettet in eine unverwechselbare Mittelgebirgslandschaft. 620 Kilometer Wanderwege laden zum Entdecken der modernen Großstadt im Grünen ein, darunter auch der Hermannsweg, der als einer der schönsten Wanderwege Deutschlands gilt.

Vom Turm der Sparrenburg aus auch wunderbar zu erkennen: der hufeisenförmige Stadtgrundriss aus mittelalterlichen Zeiten. Denn die über 800 Jahre alte Stadt war einst mit Mauern, Wällen und Wassergräben gesichert und dadurch, wie in jener Zeit üblich, vom Umland abgeschlossen. Inmitten dieses Hufeisens liegt die Bielefelder Altstadt und mit ihr ihr Herzstück, der Alte Markt. Während der Open-Air-Saison gehört dieser Platz zu den beliebtesten Treffpunkten der Bielefelder. Regelmäßige Events wie die Nachtansichten oder beliebte Stadtfeste wie Leineweber-, Wein- und Weihnachtsmarkt begeistern hier Jahr für Jahr nicht nur die Einheimischen, sondern locken auch tausende Besucher aus OWL und weit darüber hinaus.

Neben den historischen Fassaden mit ihren prächtigen Häusergiebeln sowie dem „Theater am Alten Markt” ist der Mittelpunkt der Bielefelder Altstadt auch für seine zahlreichen Cafés und Restaurants bekannt. Die Rede ist vom sogenannten „Kaffeestrich“. Ob  „Stahlberg“, „Thumel 1504“, „Chop-Sticks“, „GUI“ oder „M Kaffee“: Auf wenigen Metern reiht sich Café an Restaurant und Restaurant an Café. Durch das vielfältige Angebot lassen sich die Treffpunkte in der Altstadt täglich variieren, was wiederum einen abwechslungsreichen Alltag verspricht.

In unmittelbarer Nähe zum Alten Markt befinden sich Bielefelder Rathaus und Stadttheater – übrigens eines der ersten in Nordrhein-Westfalen. Das Theater ist ein Drei-Sparten-Haus mit Musiktheater, Tanztheater sowie Schauspiel und präsentiert im Jahr rund 500 Aufführungen. Das Alte Rathaus direkt nebenan wurde, wie auch das Stadttheater, im Jahr 1904 eröffnet. Beide Gebäude gehören im Bielefelder Stadtbild einfach zusammen wie Pickert und Rübenkraut (Achtung: westfälischer Insider).

Getrennt werden Bielefelds Alt- und Neustadt durch den Jahnplatz – Hauptverkehrsknotenpunkt und unumstrittenes Zentrum dieser Stadt. Hier treffen sich Busse über, sowie Stadtbahnen unter der Erde und befördern die Fahrgäste in sämtliche Stadt- bzw. Außenbezirke. Ein autofreies Leben ist in Bielefeld also durchaus möglich, denn dank der 1026 Bus- und 64 Stadtbahn-Haltestellen ist jeder der 330.000 Einwohner wirklich gut vernetzt.

Die mit Shoppingmöglichkeiten ohnehin schon gut ausgestattete Neustadt bekommt im Herbst 2017 mit dem „Loom“ einen neuen Einkaufspalast. Hierfür musste jedoch die vor vierzig Jahren erbaute City-Passage weichen. Mit ca. 110 Shops auf rund 26.000 qm Verkaufsfläche sowie einem Food-Court mit vielfältigen gastronomischen Konzepten, wird Bielefeld somit um eine Shopping- und Erlebniswelt reicher.

Nimmt man nach dem Ende der Shoppingtour am Jahnplatz die Buslinie 24 Richtung Großdornberg und steigt nach achtminütiger Fahrt wieder aus, findet man sich an einem der beliebtesten Ausflugsziele Bielefelds wieder – dem Heimat-Tierpark Olderdissen. Dieser ist etwas ganz Besonderes – und zwar nicht nur für Familien, Kindergärten und Schulklassen, die hier vermutlich ihre ersten Live-Erfahrungen mit Wald- und Wildtiere machen. Jeder Bielefelder sollte zumindest schon einmal hier gewesen sein. Und wer schon einmal hier war, der kommt garantiert auch wieder. Eingebettet in den Teutoburger Wald, können hier auf etwa 16 Hektar 90 verschiedene Tierarten mit über 450 Individuen beobachtet werden. Ob Alpenmurmeltiere, Braunbären, Wildkatzen, Störche oder Turmfalken – die heimische Tierwelt ist so faszinierend wie vielfältig und für Besucher rund um die Uhr erkundbar.

Bielefelds besonderer Reiz liegt im Grünen. Und hiermit sind nicht nur Wald und Tierpark gemeint. Denn trotz eines dicht bebauten Innenstadtgebiets finden sich hier große, weite Rasenflächen und unzählige städtische Grünanlagen, die im Sommer natürlich zu den Hotspots der Bielefelder werden. Vom Picknick im Ravensberger Park, übers Prüfungsbüffeln im Bürgerpark bis hin zum Rhododendrenbestaunen im Botanischen Garten, hier ist für jeden etwas dabei.

OWLs Metropole hat also schon einiges zu bieten. Neben einer bunten Musik- und Kulturszene gibt es hier auch Deutschlands größten Innenstadt-Skatepark, einen weltweit bekannten Puddinghersteller und ein kubisches Gebäude mit roter Sandsteinfassade, hinter dem sich Meisterwerke von Pablo Picasso, Max Beckmann sowie solche des Blauen Reiters verbergen. Die Bielefelder Kunsthalle, die aufgrund ihrer Architektur zu den schönsten Museen Deutschlands zählt, ist also ebenso wie die Stadt selbst einfach nur kunterbunt und liebevoll.

 

Unter den folgenden Links gibt es weitere Details und Informationen rund um die schönsten Orte in Bielefeld:
Kunsthalle Bielefeld
Stadttheater Bielefeld
Kesselbrink
Loom
Ravensberger Park
Tierpark Olderdissen
Sparrenburg
Teutoburgerwald

Kaffees und Gastronomie:
M Kaffee
Labelkitchen
Bar Centrale
Stahlberg

 

 

Die schönsten Orte in Bielefeld – STATEMENT