Jan Beckhoff, 29, erprobte sich während seines Studiums bereits in unterschiedlichen Unternehmen und lernte dort die jeweiligen Abläufe kennen. Heute kümmert er sich um die des familiären Betriebs in Verl. Seine Aufgabe lautet „Beckhoff Technik und Design“ fit zu machen für die Digitalisierung. Für den studierten BWLer komplettes Neuland und gerade deswegen ein riesen Spaß.

Schritt für Schritt. Abteilung für Abteilung. So solle es gehen. So sollen Webseite und Warenwirtschaftssystem überarbeitet und der Kundenservice dadurch verbessert werden. Änderungen, von denen Jan Beckhoff überzeugt sei, dass sie funktionieren. Seit knapp vier Jahren ist er nun schon mit dabei und unterstützt das elterliche Unternehmen wo er kann. Erst habe er zwar noch mit sich kämpfen müssen, zuvor nicht vielleicht doch noch Erfahrungen an anderen Stellen machen zu wollen. Mittlerweile sei er aber froh sich für die Arbeit in Verl entschieden zu haben. „Hier gibt es einfach genug zu tun“, so der 29-jährige. Aktuell habe er z.B. die Aufgabe das alte EAP-System durch ein neues abzulösen – eine Aufgabe, die sich ziehe. „Man hängt einfach an Sachen, von denen man vorher nie gedacht hätte, sich mit diesen beschäftigen zu müssen“, erklärt er. Herausforderungen, die für ihn derzeit kein Einzelfall seien. Denn wenn er überlege, was er von dem was er eigentlich studiert habe heute brauchen würde, dann sei das relativ wenig.

Und trotzdem: so ein grundsätzliches Verständnis einzelner Bereiche könne einfach nie schaden. „Ich habe mir daher auch von Beginn an gesagt, ich will erst diese Betriebswirtschaftliche Grundlage erlangen und komme dann in das technische schon irgendwie rein.“ Dafür beschäftige er sich z.B. auch privat mehr und mehr mit dem Schreiben von Codes, um den Entwicklern, wenn möglich gelegentlich auch einmal unter die Arme greifen zu können. Eine für ihn spannende Entwicklung, denn je tiefer er dabei in die unterschiedlichen Bereiche eintauche, umso mehr eröffneten sich ihm neue Optionen. „Es wirkt einfach wie eine Never-Ending-Story voller Möglichkeiten von denen wir tatsächlich erst so wenige nutzen.“

Das letztendliche Hauptziel dieser Geschichte sei dabei vor allem die Kommunikation zu erleichtern – auch für den Kunden. „Wir wollen einfach den besten Service bieten und das klappt unter anderem durch eine interaktive Kommunikation“. Selbstverständlich ginge es hier aber auch um Daten. Man wolle wissen, wie der Kunde tickt und was ihn interessiert – alles, um ihn so bestmöglich beraten und bei seinen Kaufentscheidungen unterstützen zu können. „Und das geht am besten mit einer ordentlichen IT. Gerade für ein Technik-Unternehmen ist es ja auch wichtig in Sachen Technik nicht hinterher zu laufen.“ Deswegen verändere sich bei Beckhoff gerade auch eine ganze Menge. Zwar funktioniere von Beginn an nicht immer gleich alles, wichtiger sei es aber eh überhaupt erst einmal zu starten und dann immer mehr reinzukommen.

Die Webseite sei so ein Punkt gewesen und jetzt gehe es um das Warenwirtschaftssystem. Allein hier gebe es auch wieder zahlreiche Szenarien, die alle abgedeckt werden müssten. Herausforderungen, die aber nicht bloß technischer Natur seien, sondern auch personeller. „Unser größter Erfolg sind unsere Mitarbeiter und die müssen natürlich für das neue System begeistert werden.“ Dinge, die im BWL-Studium nicht unbedingt vermittelt werden. Dinge, mit denen sich Jan nach und nach aber selbst auseinandersetze. „Man lernt dabei einfach mit den unterschiedlichsten Charakteren im Unternehmen umzugehen und was es bedeuten kann Mitarbeitern viele Freiheiten und Möglichkeiten zur eigenen Entfaltung zu bieten.“ Gerade im Wettbewerb zum Internet oder den Großmärkten sehe er das Unternehmen daher gut aufgestellt. Hier ginge es nämlich nicht bloß um das Know-how, sondern um das ganze Paket von Begrüßung über Beratung bis hin zur Lieferung und Montage. „Ich merke es als Kunde ja selbst, wenn ich woanders etwas bestellen oder kaufen möchte. Da habe ich auch keine Lust stundenlang in der Warteschleife zu hängen oder so lange im Laden zu stehen bis sich endlich jemand um mich kümmert.“

Zwar seien die vielen Änderungen noch keine Dinge, die bisher von Handelsunternehmen erwartet würden, jedoch werden sie seiner Meinung nach bald schon Standard sein. Grund genug also, um bereits jetzt schon ein paar Bonuspunkte beim Kunden zu sammeln und dabei ein paar zusätzliche Erfahrungen zu sammeln – Schritt für Schritt und Abteilung für Abteilung eben.

Jan Beckhoff – STATEMENT